Massenhaftes Sternenalter als kosmologischer Prüfstein
Ein Forschungsteam hat die Lebenszeiten von über 150.000 besonders alten Sternen vermessen, die weit über unsere Galaxis verstreut sind. Die Untersuchung ergab, dass das höchste ermittelte Alter genau jenen Wert erreicht, den das gängige kosmologische Modell für das Universum vorhersagt.
Diese Übereinstimmung ist insofern bemerkenswert, als sie eine der prominentesten Erklärungsansätze für ein seit langem diskutiertes Problem entkräftet. Bei der sogenannten Hubble-Spannung geht es um abweichende Messwerte für die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Kosmos, für die verschiedene Sondermodelle vorgeschlagen wurden.
Bedeutung für die Hubble-Spannung
Die nun gewonnenen Sternalter legen nahe, dass zumindest jene Theorien falsch liegen könnten, die das Standardmodell allein durch abweichendes Sternverhalten erklären wollten. Vielmehr deutet die Studie darauf hin, dass die Ursache der Hubble-Spannung woanders gesucht werden muss.
- Mehr als 150.000 alte Sterne wurden analysiert
- Älteste Sterne entsprechen dem Standardmodell
- Erklärungsversuch über Sternalter wird geschwächt
- Lösung der Hubble-Spannung vermutlich außerhalb bisheriger Modelle
Die Ergebnisse zeigen, wie sich präzise Altersbestimmungen von Himmelskörpern als unabhängiger Test für kosmologische Theorien nutzen lassen. Weitere Beobachtungskampagnen werden nun nötig, um die Spur der Hubble-Spannung konkreter zu verfolgen.