Die europäischen Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space und Thales Alenia Space haben den Auftrag erhalten, den veralteten SpainSat‑Satelliten durch ein neues Modell zu ersetzen. Der Vertrag wurde im Rahmen einer bestehenden Zusammenarbeit mit dem italienischen Konzern Leonardo vergeben, der ebenfalls an der Raumfahrt‑Joint‑Venture beteiligt ist.
Der neue Satellit soll die sichere Kommunikation der spanischen Streitkräfte unterstützen und dabei sowohl militärische als auch staatliche Anwendungen abdecken. Er wird in einer geostationären Umlaufbahn positioniert und mit modernen Nutzlasten ausgestattet, die höhere Datenraten und verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Störungen bieten.
Airbus und Thales betonen, dass das Projekt von ihrer langjährigen Erfahrung im Bau von Kommunikationssatelliten profitiert. Beide Unternehmen haben bereits zahlreiche Satelliten für europäische und internationale Kunden gebaut und bringen dieses Know‑how in das SpainSat‑Ersatzprojekt ein.
Leonardo trägt hingegen hauptsächlich zur Entwicklung der Nutzlast und zur Integration von Bodensegmenten bei. Die Joint‑Venture soll die Entwicklungskosten teilen und den Zeitplan beschleunigen, sodass ein Start bereits um 2027 angestrebt wird.
Der Auftrag unterstreicht die wachsende Bedeutung souveräner Weltraumkapazitäten für europäische NATO‑Partner. Spanien möchte damit seine autonome Kommunikationsinfrastruktur stärken und gleichzeitig von den Synergien der europäischen Raumfahrtindustrie profitieren.