Auftrag für den Nachfolger von Aeolus
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat Airbus Defence and Space ausgewählt, das Projekt für den zweiten Wind‑Monitoring‑Satelliten, häufig als Aeolus‑2 bezeichnet, zu realisieren. Der neue Satellit soll die Messungen der atmosphärischen Strömungen weiter verbessern und die Datenbasis für Wettervorhersagen und Klimaforschung erweitern.
Ziele und technische Ausrichtung
Mit Aeolus‑2 soll die Genauigkeit der globalen Windmessungen erhöht werden, insbesondere in Regionen, die bislang nur unzureichend abgedeckt waren. Der Satellit wird voraussichtlich ein weiterentwickeltes LIDAR‑System (Light Detection and Ranging) einsetzen, das höhere Auflösung und verbesserte Messbandbreite bietet. Zusätzlich wird auf eine längere Lebensdauer und eine effizientere Energieversorgung gesetzt.
Bedeutung für die Wettervorhersage
Die von Aeolus‑2 gelieferten Daten werden von nationalen Wetterdiensten und internationalen Forschungsinstituten genutzt, um Modelle für Kurz‑ und Langzeitprognosen zu verfeinern. Durch die präziseren Windprofile können Sturmsysteme besser vorhergesagt und die Auswirkungen des Klimawandels genauer bewertet werden.
Projektzeitplan und weitere Schritte
Der Vertrag sieht einen mehrjährigen Entwicklungszeitraum vor, gefolgt von einem Startfenster im kommenden Jahrzehnt. Nach Abschluss der Bauphase wird der Satellit von einem europäischen Trägerraketenstart aus dem Weltraumbahnhof Kourou aus gestartet. Die ESA plant, die ersten wissenschaftlichen Daten etwa ein Jahr nach dem Start verfügbar zu machen.
Zusammenarbeit und Finanzierung
Der Auftrag ist Teil eines breiteren ESA‑Programms zur Stärkung der europäischen Beobachtungsfähigkeiten im Weltraum. Die Finanzierung wird gemeinschaftlich von den ESA‑Mitgliedstaaten getragen, wobei Airbus als industrieller Partner die technische Umsetzung übernimmt.