Neues Ergebnis des Alpha Magnetic Spectrometer
Das am Internationalen Raumstationsmodul (ISS) installierte Alpha Magnetic Spectrometer (AMS) hat jüngst Daten veröffentlicht, die vier klar unterscheidbare Klassen kosmischer Strahlung über zwanzig chemische Elemente zeigen. Diese Beobachtungen weichen von den Vorhersagen gängiger astrophysikalischer Modelle ab, die bislang von einer einheitlichen Quelle für hochenergetische Teilchen ausgingen.
Die Analyse umfasst Teilchen von Wasserstoff bis Zink und deckt insbesondere die Häufigkeitsverteilungen von Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff ab – Elemente, die in Supernovae erzeugt werden. Die Messungen zeigen, dass diese Elemente nicht nur in einer einzigen Strahlungsklasse vorkommen, sondern in vier separaten Gruppen, die sich in ihrer Energie und ihrer Ankunftsrichtung unterscheiden.
- Vier Strahlungsklassen identifiziert
- Zwanzig Elemente von Wasserstoff bis Zink erfasst
- Ergebnisse widersprechen bestehenden kosmischen Strahlungsmodellen
Die Forscher vermuten, dass unterschiedliche astrophysikalische Prozesse, etwa Supernova-Explosionen und pulsierende Sterne, gleichzeitig zur Beschleunigung von Teilchen beitragen könnten. Die Entdeckung legt nahe, dass die Zusammensetzung des interstellaren Mediums komplexer ist als bisher angenommen.
Weitere Messungen und theoretische Arbeiten sind geplant, um die Herkunft und die Beschleunigungsmechanismen der vier Klassen zu klären. Das AMS bleibt damit ein zentrales Instrument für die Erforschung der hochenergetischen Teilchen, die das Universum durchdringen.