Neue Erkenntnisse zu einer der ältesten bekannten Galaxien
Ein internationales Team von Astronomen hat mithilfe des James‑Webb‑Weltraumteleskops (JWST) und dem natürlichen Phänomen der Gravitationslinse eine detaillierte Analyse von LAP1‑B durchgeführt. Die Galaxie liegt etwa 13 Milliarden Lichtjahre entfernt und gehört zu den ultrafahlen Objekten, die kurz nach dem Urknall entstanden sind.
Durch die Kombination von JWST‑Spektraldaten und der Verstärkung des Lichts durch eine massive Vordergrundgalaxie konnten die Wissenschaftler die chemische Zusammensetzung von LAP1‑B mit bislang unerreichter Genauigkeit bestimmen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Sauerstoffgehalt der Galaxie lediglich ein 240‑tel des Sonnenwertes beträgt – damit ein neuer Rekord für solch frühe Galaxien.
Der extrem niedrige Metallgehalt deutet darauf hin, dass LAP1‑B kaum bereits durch vorherige Sternengenerationen angereichert wurde. Dies liefert wichtige Hinweise darauf, wie die ersten Sterne und Galaxien im frühen Universum entstanden und sich entwickelten.
- JWST ermöglichte hochauflösende Infrarotspektroskopie.
- Gravitationslinseneffekt verstärkte das schwache Signal der Galaxie.
- Der gemessene Sauerstoffanteil liegt bei ca. 0,4 % des Sonnenwertes.
Die Studie erweitert das Verständnis der chemischen Evolution im jungen Universum und legt nahe, dass viele der frühesten Galaxien noch deutlich primitiver waren als bisher angenommen.