Satelliten & Kommunikation

AST SpaceMobile erweitert BlueBird-Flotte für weltweites Mobilfunknetz im All

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AST SpaceMobile erweitert BlueBird-Flotte für weltweites Mobilfunknetz im All
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Weitere BlueBird‑Satelliten starten

Das US‑Unternehmen AST SpaceMobile hat in den letzten Tagen drei zusätzliche BlueBird‑Satelliten in den niedrigen Erdorbit (LEO) befördert. Die neuen Raumfahrzeuge ergänzen die bereits im All befindlichen Testsatelliten und bilden einen weiteren Schritt hin zu einem geplanten Konstellationsnetzwerk von 45 bis 60 Satelliten.

Ziel: Mobilfunk‑Broadband aus dem Weltraum

Mit der wachsenden Flotte will AST SpaceMobile ein globales, satellitengestütztes Mobilfunknetz etablieren, das herkömmliche Mobilfunkgeräte direkt mit dem Satelliten verbindet. Das Konzept soll insbesondere ländliche und abgelegene Regionen mit Hochgeschwindigkeits‑Internet versorgen, ohne dass Bodeninfrastruktur erforderlich ist.

Herausforderungen außerhalb der Umlaufbahn

Obwohl die Kosten für den Start von Satelliten in den letzten Jahren deutlich gesunken sind, bleibt die teuerste Hürde für die Branche die Entwicklung, Zertifizierung und Integration der zugehörigen Boden‑ und Netzwerktechnologien. Die erforderlichen Genehmigungen, die Zusammenarbeit mit Mobilfunkbetreibern und die Sicherstellung der Netzstabilität stellen erhebliche finanzielle Belastungen dar.

Ausblick und Zeitplan

AST SpaceMobile plant, die Konstellation bis Ende 2027 zu vervollständigen. Sobald das Netzwerk betriebsbereit ist, sollen Nutzer weltweit über ihre bestehenden Handys auf das Satelliten‑Broadband zugreifen können. Das Unternehmen arbeitet dabei eng mit Regulierungsbehörden in den USA und Europa zusammen, um die erforderlichen Frequenzzuteilungen zu erhalten.

Branchenweite Bedeutung

Der Fortschritt von AST SpaceMobile verdeutlicht, dass die wirtschaftlichen Engpässe der Satellitenindustrie zunehmend im Bereich der Systemintegration und regulatorischen Rahmenbedingungen liegen, nicht mehr primär bei den Startkosten.

Häufige Fragen

Warum ist die Systemintegration teurer als der Satellitenstart?

Die Entwicklung von Boden‑ und Netzwerktechnologien, Zertifizierungsprozesse und die Abstimmung mit Mobilfunkbetreibern erfordern umfangreiche Investitionen und langwierige Genehmigungsverfahren, die die Gesamtkosten übersteigen.

Wie viele Satelliten plant AST SpaceMobile insgesamt?

Das Unternehmen strebt eine Konstellation von 45 bis 60 Satelliten an, die bis Ende 2027 fertiggestellt werden soll.

Kann das zukünftige Netzwerk mit bestehenden Handys genutzt werden?

Ja, das Konzept sieht vor, dass Nutzer ihre normalen Mobiltelefone direkt mit den Satelliten verbinden können, ohne zusätzliche Hardware.