Wartungsarbeit am kanadischen Roboterarm
Am Abend des 30. Juni 2026 verließen die US‑Astronauten Chris Williams und Jessica Meir die Internationale Raumstation (ISS) für einen geplanten Außenbordeinsatz, der das Ziel hatte, ein beschädigtes Gelenk des Canadarm2 zu ersetzen. Der Eingriff dauerte rund sieben Stunden und fiel damit in die Zeit um den kanadischen Nationalfeiertag, was von den Besatzungsmitgliedern bewusst als symbolischer Akt gewählt wurde.
Durchführung des Weltraumspaziergangs
Die beiden Flugingenieure arbeiteten von der Quest‑Airlock aus und nutzten das Canadarm2 selbst, um sich entlang der Station zu bewegen. Nach dem Abschalten des betroffenen Handgelenks wurde ein neues Ersatzteil aus einem Vorratsmodul entnommen, an die Armstruktur angeschlossen und wieder aktiviert. Die Arbeiten verliefen ohne nennenswerte Komplikationen, und die Astronauten kehrten nach Abschluss der Aufgaben sicher zur Luftschleuse zurück.
Bedeutung für die ISS‑Operationen
Der Canadarm2 ist ein zentrales Element für die Montage, Wartung und das Einfangen von Versorgungsgeländern. Ein funktionierendes Handgelenk ist entscheidend, um die Reichweite und Flexibilität des Arms zu gewährleisten. Durch die schnelle Reparatur wird die Fähigkeit der Station, zukünftige Lieferungen und modulare Erweiterungen zu handhaben, gesichert.
Ausblick
Nach dem EVA wird das Ersatzteil weiterhin im Inventar der Station gelagert, um im Bedarfsfall rasch reagieren zu können. Die Mission unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen den internationalen Raumfahrtagenturen und die Bedeutung von In‑Orbit‑Wartungsfähigkeiten für die langfristige Nutzung der ISS.