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Astronomen entdecken dritte Galaxie ohne nachweisbare Dunkle Materie

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Astronomen entdecken dritte Galaxie ohne nachweisbare Dunkle Materie
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Entdeckung einer Galaxie ohne nachweisbare Dunkle Materie

Astronomen haben das W. M. Keck Observatorium auf dem Maunakea genutzt, um die Bewegungen von Sternen in einer schwach leuchtenden Galaxie zu untersuchen. Die Spektraldaten zeigten, dass die Sterne deutlich langsamer bewegen als erwartet, wenn die Galaxie von einem erheblichen Dunkelmaterie-Halo umgeben wäre.

Die untersuchte Galaxie zeigt eine geringe Masse im Verhältnis zu ihrem Lichtoutput, was auf einen sehr geringen Anteil an Dunkler Materie hindeutet. Dies macht sie zum dritten bekannten Objekt dieser Art, nachdem zuvor zwei ähnliche Systeme berichtet wurden.

Die Galaxie befindet sich innerhalb einer auffälligen linearen Anordnung mehrerer Objekte, die wie ein kosmischer Fluss erscheint. Solche Strukturen können entstehen, wenn zwei Galaxien nahe vorbeiziehen und ihre Gravitationsfelder Sterne und Gas ausreißen.

Falls die lineare Struktur tatsächlich aus einer früheren Kollision resultiert, würde sie erklären, warum das betreffende System wenig Dunkle Materie aufweist: bei einem heftigen Zusammenstoß könnte das Dunkelmaterie-Halo abgezogen oder verteilt worden sein, während die sterngleichen Komponenten relativ intakt blieben.

Häufige Fragen

Was bedeutet das Fehlen von Dunkler Materie in einer Galaxie?

Es deutet darauf hin, dass die Galaxie entweder kaum ein Dunkelmaterie-Halo besitzt oder dass dieses durch frühere Wechselwirkungen entfernt wurde, was aktuelle kosmologische Modelle herausfordert.

Wie wurde die Galaxie entdeckt?

Astronomen nutzten das W. M. Keck Observatorium, um die Spektren und Geschwindigkeiten der Sterne zu messen und daraus den Dunkelstoffgehalt abzuleiten.

Welche Bedeutung hat die lineare Struktur?

Die lineare Anordnung könnte ein Überbleibsel einer früheren Galaxienkollision sein, bei der Gezeitenkräfte Materie ausgestreift haben.