Erste direkte Kartierung eines Magnetfelds bei einem Milchstraßen-Pulsar
Einem internationalen Team von Astronominnen und Astronomen ist es gelungen, die magnetische Umgebung eines der außergewöhnlichsten Pulsare in der Milchstraße erstmals unmittelbar zu erfassen. Bei Pulsaren handelt es sich um schnell rotierende Überreste massereicher Sterne, die nach einer Supernova zurückblieben und intensive Strahlungsimpulse aussenden.
Die nun gewonnenen Daten liefern den ersten direkten Nachweis der Struktur des Magnetfelds, das den schnell drehenden Sternenleichen umgibt. Damit wurde eine Vorhersage bestätigt, die bereits vor Jahrzehnten über den Weg aufgestellt wurde, auf dem geladene Teilchen von solchen Objekten fortströmen.
- Pulsare sind kompakte Reste explodierter Sterne
- Das Magnetfeld lenkt ausströmende Teilchenstrahlen
- Direkte Kartierung unterstützt Modelle zur Teilchenemission
Die Beobachtung gilt als wichtiger Schritt, um die physikalischen Bedingungen nahe dieser kosmischen Leuchtfeuer besser zu verstehen. Bisher beruhten viele Annahmen zur Teilchenausbreitung in Pulsarumgebungen auf indirekten Schlüssen und theoretischen Modellen, deren Grundlage nun durch Messungen gestärkt wurde.
Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob sich das Verfahren auch auf andere Exemplare dieser Objektklasse anwenden lässt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen, dass die direkte Feldkartierung neue Möglichkeiten eröffnet, um die Wechselwirkung zwischen Sternenresten und dem interstellaren Medium zu studieren.