Erfolgreicher Strahlungstest für BAE‑Systems‑Chip
Der von BAE Systems entwickelte Mikrochip Endura, der speziell für strategische Verteidigungsaufgaben konzipiert wurde, hat in einem umfassenden Strahlungstest seine Robustheit unter Weltraumbedingungen nachgewiesen. Der Test, der von unabhängigen Prüflabors durchgeführt wurde, simulierte die intensiven ionisierenden Strahlungsbedingungen, denen Satelliten in hochenergetischen Orbits ausgesetzt sind.
Endura ist für den Einsatz in klassifizierten Satellitenprogrammen sowie in Systemen zur Raketenabwehr vorgesehen. Die Technologie soll die Rechenleistung von Raumfahrzeugen erhöhen, während sie gleichzeitig gegen Fehlfunktionen durch kosmische Strahlung geschützt ist.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Chip die geforderten Toleranzwerte für Total Ionising Dose (TID) und Single Event Effects (SEE) deutlich übertrifft. Damit erfüllt er die strengen Anforderungen, die von militärischen Raumfahrtprogrammen gestellt werden.
BAE Systems plant, die Endura‑Plattform in kommenden Missionen zu integrieren, die von der britischen Regierung und internationalen Partnern finanziert werden. Die erfolgreiche Qualifizierung könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im wachsenden Markt für militärische Raumtechnologie stärken.
Der Durchbruch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach widerstandsfähigen Raumfahrtsystemen für die Abwehr von ballistischen Projektilen und für strategische Aufklärung steigt. Experten sehen in der Fähigkeit, Strahlungseinflüsse zu überstehen, einen entscheidenden Faktor für die Zuverlässigkeit zukünftiger Satelliten.