Ein seltener Ausbruch steht bevor
Der veränderliche Stern T Coronae Borealis, in der Fachwelt als „Blaze Star“ bezeichnet, befindet sich in einer Phase, in der ein heftiger Ausbruch erwartet wird. Astronomen rechnen damit, dass die Helligkeit des Sterns in den kommenden Tagen stark ansteigen könnte.
Potential, mit Polaris zu messen
Im Falle eines erfolgreichen Ausbruchs könnte T Coronae Borealis eine scheinbare Helligkeit erreichen, die mit der des Nordsterns Polaris vergleichbar ist. Das würde den Stern für Beobachter auf der Nordhalbkugel sichtbar machen, selbst in lichtverschmutzten Gebieten.
Wo und wann beobachten?
Der Stern liegt im Sternbild Corona Borealis, nahe der Grenze zu Corona Australis. Er ist am besten in den späten Abendstunden zu finden, wenn die Sternbilder über dem Horizont stehen. Für genaue Koordinaten empfiehlt sich die Nutzung einer Sternenplanungs‑App.
Wissenschaftliche Bedeutung
Ein solcher Ausbruch liefert wertvolle Daten über die Vorgänge in symbiotischen Sternsystemen, in denen ein Weißer Zwerg Material von einem Begleitstern akkumuliert. Die plötzliche Freisetzung von Energie kann Aufschlüsse über die Akkretionsprozesse und die mögliche Entstehung von Nova‑Ereignissen geben.
Vorsicht bei der Beobachtung
- Verwenden Sie ein Fernglas oder ein kleines Teleskop, um Details zu erkennen.
- Schützen Sie Ihre Augen bei direkter Beobachtung, falls die Helligkeit stark ansteigt.
- Beachten Sie lokale Wetterbedingungen, die die Sicht beeinträchtigen können.