Erweiterte Tests im Mondorbit
Nach dem erfolgreichen Start und der Platzierung im Mondorbit hat die NASA die erweiterte Missionsphase des Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment (CAPSTONE) beendet. Die Raumsonde diente dazu, autonome Navigations- und Kommunikationsverfahren zu erproben, die künftig für Langzeitmissionen auf dem Mond unverzichtbar sein sollen.
Autonome Positionsbestimmung
CAPSTONE nutzte ein neuartiges, erdunabhängiges Positionierungssystem, das GPS‑ähnliche Signale von Mondsatelliten auswertet. Durch die Kombination von Laser‑Ranging und Radio‑Telemetrie konnte die Sonde ihre Umlaufbahn mit hoher Präzision bestimmen, ohne auf bodengebundene Stationen zurückgreifen zu müssen.
Kommunikation ohne Erdverbindung
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erprobung einer Direktkommunikation zwischen CAPSTONE und zukünftigen Mondplattformen, etwa dem Lunar Gateway. Die Datenübertragung erfolgte über ein relativ niedrigfrequentes Band, das Störungen durch die Mondoberfläche minimiert und eine kontinuierliche Verbindung ermöglicht.
Relevanz für Artemis‑Programme
Die gewonnenen Erkenntnisse unterstützen das Artemis‑Programm, das bis 2025 die Rückkehr von Astronauten zum Mond vorsieht. Autonome Systeme reduzieren den Bedarf an teuren Bodenstationen und erhöhen die Flexibilität von Missionen, die in entlegenen Regionen des Mondes operieren.
Ausblick
Nach Abschluss der Testphase wird CAPSTONE weiterhin Daten zur Mondumgebung sammeln, bevor die Mission im kommenden Jahr endet. Die Ergebnisse fließen in die Planung zukünftiger Mondorbit‑ und Landeplattformen ein und sollen die Grundlage für eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Erdtrabanten bilden.