Unerwartete Helligkeitsvariationen in M83
Bei der Untersuchung der Nachwirkungen von Supernovae in der nahen Spiralgalaxie Messier 83 (M83) hat das NASA‑Instrument Chandra X‑ray Observatory eine Gruppe von Supernova‑Überresten identifiziert, deren X‑Strahlungsintensität innerhalb kurzer Zeit stark schwankt.
Typischerweise bilden sich nach einer Sternexplosion ausgedehnte, langsam verblassende Wolken aus heißem Gas. Die neuen Messungen widersprechen diesem Bild, da mehrere Überreste innerhalb von Monaten um ein Vielfaches heller wurden, bevor sie wieder abnahmen.
Die Forscher nutzten mehrere Beobachtungszyklen, um die zeitlichen Veränderungen zu verfolgen. Die Analyse ergab, dass die Helligkeitsänderungen nicht gleichmäßig sind, sondern in einigen Fällen impulsiv auftreten, was auf komplexe Wechselwirkungen zwischen dem expandierenden Schock und dem umgebenden interstellaren Medium hindeutet.
- Die beobachteten Supernova‑Überreste liegen in einer Entfernung von etwa 15 Millionen Lichtjahren von der Erde.
- Die Helligkeitssprünge erreichen bis zu einem Faktor von zehn im Vergleich zu früheren Messungen.
- Die Phänomene könnten durch dichte Gasclumps oder magnetische Felder im Umfeld der Explosionen ausgelöst werden.
Die Ergebnisse erweitern das Verständnis darüber, wie Energie nach einer Supernova in Galaxien verteilt wird, und legen nahe, dass die Nachglutphase deutlich dynamischer sein kann als bislang angenommen.