Ein Forscher der University of Alabama in Huntsville hat eine Studie im Fachjournal The Astrophysical Journal veröffentlicht, die eine neue Erklärung für das extrem hohe Temperaturen in der Sonnenkorona vorschlägt.
Während die sichtbare Oberfläche der Sonne etwa 5.500 Grad Celsius heiß ist, erreicht die darüber liegende Korona Temperaturen von mehreren Millionen Grad. Dieses Temperaturgefälle stellt seit Jahrzehnten ein Rätsel für die Sonnenphysik dar.
Die Studie weist darauf hin, dass winzig kleine Staubkörner, die durch das Sonnenlicht elektrisch geladen werden, mit den magnetischen Feldern und Plasmaschwingungen in der Korona interagieren könnten. Über diesen Mechanismus könnte Energie effizient von der tieferen Sonnenatmosphäre nach außen transportiert werden.
Falls die Hypothese bestätigt wird, würde sie unser Verständnis der Sonnenenergiebilanz und des Sonnenwinds grundlegend verändern. Weitere Beobachtungen mit Sonnenteleskopen wie Parker Solar Probe und Solar Orbiter sind nötig, um die Anwesenheit und Wirkung solcher Staubteilchen zu überprüfen.