Chinas Shijian-31 nutzt ungewöhnliche Bahn zur Beobachtung des GEO-Gürtels
Im Juni wurde ein von China gestarteter Satellit namens Shijian-31 in den Weltraum gebracht. Die Mission ist eingestuft, weshalb nur wenige Details öffentlich bekannt sind.
Laut verfügbaren Informationen bewegt sich der Satellit in einer speziell gewählten Umlaufbahn, die es ihm ermöglicht, den gesamten Geostationärgürtel systematisch zu überfliegen. Diese Bahn unterscheidet sich von den üblichen stationären Positionen, die Kommunikations- und Wettersatelliten einnehmen.
Durch die schwenkende Bewegung kann Shijian-31 wiederholt über verschiedene Punkte des GEO-Bands hinwegfliegen und somit ein breites Beobachtungsfenster bieten. Experten vermuten, dass diese Fähigkeit zur Überwachung von Satellitenaktivitäten oder zur Erfassung von Weltraumtrümmer eingesetzt werden könnte.
Die genaue Höhe, Neigung und Periodenzeit der Bahn wurden nicht veröffentlicht. Analysten zufolge handelt es sich vermutlich um eine leicht exzentrische oder inclinierte Bahn, die eine periodische Annäherung an den GEO‑Ring ermöglicht, ohne darin verweilen zu müssen.
Chinas Raumfahrtprogramm hat in den letzten Jahren zunehmend auf innovative Orbitalmanöver gesetzt, um strategische Vorteile zu gewinnen. Shijian-31 fügt sich in diese Entwicklung ein und zeigt, wie klassifizierte Missionen neue operative Konzepte testen können.
Weitere Informationen werden wahrscheinlich erst nach Abschluss der Testphase oder bei einer offiziellen Freigabe durch die chinesische Raumfahrtbehörde verfügbar sein.