Startschiff und Mission
Am 21. Juli hob die Gravity-1-Rakete von einem speziell ausgestatteten Schiff im westlichen Pazifik ab. Der seegestützte Start ist Teil einer Strategie, die Abhängigkeit von festen Landebahnen zu verringern und die Flexibilität bei der Wahl der Bahninklination zu erhöhen. Das Schiff diente als schwimmende Startplattform, die nach dem Start wieder zurück in den Hafen fuhr.
Die Rakete, die als derzeit stärkste Feststoffträgerstufe gilt, brachte ihre dritte Flugmission erfolgreich zu Ende. Nach dem Aufstieg durch die dichtere Atmosphäre schaltete das Triebwerk planmäßig ab und setzte die Oberstufe samt Nutzlast in eine Zielbahn ein. Der erste und zweite Stufe verbrennen vollständig, wobei die Rückstände im Ozean versinken.
An Bord befanden sich neun Satelliten verschiedener Herkunft. Während einige zur Erdbeobachtung und Kommunikation bestimmt sind, dienen andere wissenschaftlichen Experimenten im Weltraum. Die genaue Aufteilung der Nutzlast wurde von Orienspace nicht detailliert veröffentlicht, jedoch handelte es sich um eine Mischung aus kommerziellen und staatlichen Projekten.
Der Start wurde von Bodenteams sowohl auf dem Schiff als auch an Bodenstationen überwacht. Alle Telemetriedaten zeigten einen nominalen Verlauf, und die Trägerrakete erreichte die vorgesehene Geschwindigkeit ohne Abweichungen. Bodenradar und optische Verfolgung bestätigten die Trennung der Stufen und den korrekten Orbitseintritt der Nutzlast.
Mit diesem Flug demonstriert Orienspace die Wiederholbarkeit und Zuverlässigkeit der Gravity-1-Plattform. Der Erfolg könnte künftig häufigere seegestützte Starts ermöglichen und damit verbundene Missionen fördern, insbesondere für Kunden, die spezielle Bahnneigungen benötigen, die von herkömmlichen Landebahnen schwer zu erreichen sind.