Mineral als Hinweis auf Lebensspuren
Forschende haben ein datenbasiertes Werkzeug entwickelt, mit dem sich beurteilen lässt, ob ein häufig vorkommendes Mineral durch biologische Prozesse gebildet wurde. Das Verfahren konzentriert sich auf Apatit, ein Phosphatmineral, das sowohl auf der Erde als auch in extraterrestrischen Proben anzutreffen ist. Eine solche Unterscheidung ist entscheidend, um verlässliche Anhaltspunkte für ehemaliges Leben in Gesteinsaufzeichnungen zu identifizieren.
Vorkommen und Bedeutung von Apatit
Apatit zählt zu den verbreiteten Mineralien im Sonnensystem. Auf unserem Planeten bildet es einen wesentlichen Bestandteil von Zähnen und Knochen. Darüber hinaus findet es sich in magmatischen Gesteinen sowie in sedimentären Phosphoriten. Wegen dieser vielfältigen Erscheinungsformen ist es schwierig, allein aus dem Vorkommen auf eine biologische Entstehung zu schließen.
Nutzen für die Planetenforschung
Die vorgestellte Technik nutzt Datenauswertung, um Merkmale im Apatit zu erkennen, die auf eine Mitwirkung von Organismen hindeuten. Damit ließe sich die Suche nach alter Lebensformen auf der Erde präzisieren, etwa in sehr alten Gesteinsschichten. Ebenso könnte das Instrument künftige Mars-Missionen unterstützen, sofern dort ähnliche Mineralien untersucht werden.
- Apatit ist ein Phosphatmineral mit weiter Verbreitung.
- Biologische und nicht-biologische Entstehung sind schwer trennbar.
- Das Werkzeug wertet Datenmustern zur Herkunftsbestimmung aus.