Eine Koalition aus Umwelt- und Wissenschaftsgruppen hat die Federal Communications Commission (FCC) aufgefordert, die Verarbeitung von Anträgen für orbitale Rechenzentren vorübergehend auszusetzen. Sie argumentieren, dass der schnelle Drang, Computing‑Infrastruktur ins Weltall zu verlagern, die Notwendigkeit einer strengeren Aufsicht über Mega‑Konstellationen verstärkt.
Die Gruppen weisen darauf hin, dass ohne klare Regelungen ein unkontrollierter Ausbau von Satellitenkonstellationen zu erheblichen Problemen führen könnte. Dazu zählen ein Anstieg von Weltraumschrott, verstärkte Lichtverschmutzung des Nachthimmels und mögliche Störungen bei Funkfrequenzen, die für Erdbeobachtung und Kommunikation wichtig sind.
Sie fordern, dass die FCC zunächst eine umfassende Risikoanalyse durchführt und klare Richtlinien für den Betrieb von Rechenzentren im Orbit entwickelt. Erst nachdem solche Standards festgelegt sind, solle die Prüfung neuer Anträge wieder aufgenommen werden.
Bislang hat die FCC auf den Aufruf nicht öffentlich reagiert. Die Behörde continúa mit der Bearbeitung der eingereichten Anträge, während sie gleichzeitig die potenziellen Umweltauswirkungen im Weltraum prüft.