Erdrutsche auf Pluto entdeckt
In einer aktuellen Studie, die im Fachjournal Icarus veröffentlicht wurde, berichten Forschende über die erste Nachweisführung von Massenbewegungen auf der eisigen Oberfläche des Zwergplaneten Pluto. Die Analyse basiert auf Bildmaterial, das während des Vorbeiflugs der Raumsonde New Horizons aufgenommen wurde.
Die Auswertung zeigte insgesamt sechs größere Erdrutschvorgänge, die sich jeweils innerhalb von drei unterschiedlichen Einschlagkratern befinden. Dabei handelt es sich um auffällige Strukturen, die durch das Abrutschen von Material entlang von Hangflächen entstanden sein könnten.
Die Forscher betonen, dass die entdeckten Formen charakteristische Merkmale aufweisen, die typisch für gravitative Hangrutschen sind, etwa klare Ablagerungszonen und deutlich erkennbare Startbereiche. Die Größe der einzelnen Ereignisse deutet auf erhebliche Mengen an bewegtem Material hin.
Die Ergebnisse tragen dazu bei, das geologische Verständnis von Pluto zu erweitern und zeigen, dass auch bei extrem niedrigen Temperaturen und dünner Atmosphäre dynamische Prozesse oberflächliche Veränderungen hervorrufen können. Weitere Untersuchungen könnten Aufschluss darüber geben, welche Mechanismen die Hangstabilität auf eisigen Welten beeinflussen.