Erste radiopolare Messung eines Gammablitz-Nachleuchtens
Ein Astronomenteam hat mit Hilfe des NSF Very Large Array (VLA) der US-National Science Foundation erstmals polarisiertes Radi licht aus dem Nachleuchten eines Gammablitzes (GRB) aufgefangen. Das Radioteleskop wird vom National Radio Astronomy Observatory (NRAO) im Auftrag der Stiftung betrieben.
Gamma-Ray Bursts zählen zu den heftigsten Vorgängen im Universum. Bei solchen Ausbrüchen handelt es sich um extrem energiereiche Blitze, die entstehen, wenn etwa massereiche Sterne kollabieren oder kompakte Objekte verschmelzen. Das von ihnen ausgesandte Nachleuchten liefert Hinweise auf die physikalischen Bedingungen der Explosion.
Bedeutung der Polarisation
Die festgestellte Polarisation des empfangenen Radiosignals gilt als magnetischer Fingerabdruck der betreffenden kosmischen Katastrophe. Sie erlaubt Rückschlüsse auf die Struktur und Ausrichtung der Magnetfelder, die bei dem Ereignis wirksam waren. Bisher waren entsprechende Messungen in diesem Wellenlängenbereich nicht gelungen.
- Beobachtungsinstrument: NSF Very Large Array
- Wellenlänge: Radiobereich
- Objekt: Gammablitz-Nachleuchten (GRB afterglow)
- Besonderheit: erstmaliger Polarisationsnachweis
Die Forschenden ordnen den Nachweis als Meilenstein in der Beobachtung von Gammablitzen ein. Künftige Messungen könnten helfen, die Magnetfelddynamik solcher Ereignisse besser zu verstehen und Modelle zur Entstehung von GRBs zu prüfen.