Langjährige Suche nach Methan
Der europäische Marsorbiter Trace Gas Orbiter, Teil des ExoMars‑Programms, sammelt seit seiner Ankunft im Jahr 2016 kontinuierlich Daten zur Zusammensetzung der Marsluft. Ziel war es, Spuren von Methan zu identifizieren, das als potenzieller Hinweis auf biologische oder geologische Prozesse gilt.
Instrumente und Messmethoden
Der Satellit ist mit hochsensiblen Spektrometern ausgestattet, die Gaskonzentrationen im Bereich von Teilen pro Billion (ppt) messen können. Diese Geräte sind speziell darauf ausgelegt, flüchtige organische Verbindungen, insbesondere Methan, zu detektieren.
Bisherige Ergebnisse
Trotz intensiver Analyse von Tausenden von Messungen hat das Team der ESA bislang keine signifikanten Methankonzentrationen nachweisen können. Gelegentliche Kurzzeit‑Anstiege, die in früheren Studien berichtet wurden, konnten nicht bestätigt werden.
Ausblick
Die Mission wird voraussichtlich bis 2028 weiter betrieben, um die langfristige Variabilität der Marsatmosphäre zu untersuchen. Wissenschaftler betonen, dass das Fehlen von nachweisbarem Methan wichtige Hinweise für die Bewertung der planetaren Habitabilität liefert, während gleichzeitig die Möglichkeit seltener, lokaler Emissionen nicht ausgeschlossen wird.