Ein neuer Fokus für die Astrobiologie
Der Saturnmond Enceladus gilt als einer der vielversprechendsten Orte im Sonnensystem für die Suche nach Lebenszeichen. Trotz seiner geringen Größe – er misst etwas mehr als ein Zehntel des Erdmondes – besitzt er einen ausgedehnten, unter der Eiskruste liegenden Ozean.
Geologische Aktivität als Forschungsquelle
Am Südpol des Mondes schießen Geysire Wasserdampf und gefrorene Partikel in den Weltraum. Diese Eruptions transportieren Material aus dem Untergrund direkt in den Weltraum, was eine einzigartige Möglichkeit bietet, Proben zu sammeln, ohne tief in das Eis bohren zu müssen.
ESA‑Planung für 2050
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat ein Konzept vorgestellt, das einen Lander mit einer Reihe hochentwickelter Instrumente vorsieht. Ziel ist es, die chemische Zusammensetzung, die physikalischen Eigenschaften und mögliche biologische Signaturen des Ozeans zu analysieren.
- Massenspektrometer zur Bestimmung von organischen Molekülen
- Laser‑Raman‑Spektrometer für Mineralanalyse
- Mikrofluidik‑Laborsystem zur Untersuchung von Mikroorganismen
- Seismometer zur Messung von Eis- und Ozeanschwingungen
Wissenschaftliche Ziele
Die Mission soll klären, ob die Bedingungen im Unterwassersee die Entstehung von Leben unterstützen können und ob Spuren von bereits existierendem Leben nachweisbar sind. Durch die Kombination von Geologie, Chemie und Biologie will die ESA ein umfassendes Bild der habitablen Umgebung schaffen.