Astronomie & Universum

Extrem schnelle Ausflüsse von einem fernen Supermassiven Schwarzen Loch gemessen

1 Min. Lesezeit
Extrem schnelle Ausflüsse von einem fernen Supermassiven Schwarzen Loch gemessen
KI-generierte Illustration
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell auf Basis öffentlicher Quellen aufbereitet.

Messungen von ultra‑schnellen Ausflüssen

Ein Team von Astronomen hat mithilfe der Weltraumteleskope XMM-Newton und NuSTAR einen der stärksten ultra‑fast outflows (UFOs) beobachtet, die jemals von einem fernen, supermassiven Schwarzen Loch nachgewiesen wurden. Das Zielobjekt ist ein hyper‑luminoser Quasar, der zur sogenannten kosmischen Mittagzeit (zwei Milliarden Jahre nach dem Urknall) liegt.

Mehrere Windkomponenten

Die Analyse ergab, dass aus dem Zentrum des Quasars zwei klar unterscheidbare Strömungen hervorgehen, die mit relativistischen Geschwindigkeiten vom Schwarzen Loch weggeschleudert werden. Diese beiden Komponenten unterscheiden sich in ihrer Geschwindigkeit und Ionisationsstufe, was auf komplexe physikalische Prozesse im unmittelbaren Umfeld des Schwarzen Lochs hinweist.

Veröffentlichung und Begutachtung

Die Ergebnisse wurden am 3. Juni als Pre‑Print auf dem arXiv-Server veröffentlicht und anschließend bei der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics

Bedeutung für die Astrophysik

Solche extrem schnellen Ausflüsse können erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung ihrer Wirtsgalaxien haben, indem sie Gas aus dem galaktischen Zentrum entfernen und damit Sternentstehung regulieren. Das neue Beobachtungsbeispiel liefert wichtige empirische Daten, um theoretische Modelle von Feedback‑Mechanismen zu testen.

Häufige Fragen

Was genau ist ein ultra‑fast outflow?

Ein ultra‑fast outflow (UFO) ist ein stark beschleunigter Gasstrom, der mit relativistischen Geschwindigkeiten (mehrere Tausend km/s) aus der Umgebung eines Schwarzen Lochs entweicht.

Warum ist der beobachtete Quasar besonders interessant?

Er gehört zu den hyper‑luminosen Quasaren, die in der Phase des kosmischen Mittagzeit besonders häufig vorkommen und wichtige Hinweise auf die Wechselwirkung zwischen Schwarzen Löchern und ihren Wirtsgalaxien geben.

Wie wird die Veröffentlichung des Papers weitergehen?

Nach Abschluss der kleineren Überarbeitungen wird das Manuskript voraussichtlich in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.