Das James Webb Weltraumteleskop (JWST) hat in mehreren Tiefenaufnahmen des sehr fernen Universums zahlreiche schwache Lichtquellen registriert, die aus der ersten Milliarde Jahre nach dem Urknall stammen.
Diese Objekte erscheinen in den Infrarotbildern des Teleskops als kleine, rötliche Punkte und wurden deshalb informell „Little Red Dots“ genannt.
Seit ihrer ersten Entdeckung im Jahr 2024 haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr als 300 solcher Quellen katalogisiert und untersuchen ihre Eigenschaften, um mehr über die Entstehung der ersten Galaxien und Sterne zu erfahren.
Die geringe Größe und das auffällige Rot deuten darauf hin, dass es sich dabei um sehr junge, möglicherweise noch nicht vollständig entwickelte Systeme handeln könnte, die nur wenig Sternenlicht abgeben.
Weitere Beobachtungen mit JWST und zukünftigen Instrumenten sollen klären, ob diese Punkte frühe Galaxien, aktive Schwarze Löcher oder andere exotische Phänomene repräsentieren.