Astronomie & Universum

Erster Kometenflug der ICE am 11. September 1985

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Erster Kometenflug der ICE am 11. September 1985
KI-generierte Illustration
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Historischer Meilenstein der Raumfahrt

Am 11. September 1985 flog die Internationale Kometenexplorer (ICE) erstmals an einem Kometen vorbei und erreichte dabei den Kometen Giacobini‑Zinner. Die Mission war ein gemeinsames Projekt von NASA und der Europäischen Weltraumorganisation ESA und markierte einen wichtigen Schritt in der Erforschung kleiner Himmelskörper.

Ursprünglich 1978 als International Sun‑Earth Explorer 3 (ISEE‑3) gestartet, untersuchte die Sonde zunächst den Sonnenwind und das magnetische Feld der Erde. Nach Erreichen ihrer ursprünglichen Ziele wurde die noch funktionsfähige Sonde umfunktioniert und auf einen Kurs zum Kometen gelenkt. Dazu wurden gezielte Triebwerksmanöver durchgeführt, die die Bahn von einem Lagrangepunkt zum inneren Sonnensystem veränderten.

Beim Vorbeiflug passò ICE den Kometen in einer Entfernung von etwa 7 800 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von rund 21 Kilometern pro Sekunde. Die Instrumente maßen Plasmen, magnetische Felder und Staubpartikel im Kometenschweif und lieferten die ersten direkten Messungen über die Zusammensetzung und das Verhalten des Gas‑ und Staubausstoßes eines aktiven Kometen.

Der Erfolg zeigte, dass vorhandene Raumfahrzeuge für neue wissenschaftliche Fragen umfunktioniert werden können, und legte den Grundstein für spätere Kometenmissionen wie Giotto, Rosetta und Deep Impact. Die Daten von ICE werden weiterhin in Modellen der Kometenphysik und der Sonnenwind‑Kometen‑Wechselwirkung verwendet.