Entdeckung im Kernbereich
Im Inneren des dichten Kugelsternhaufens Omega Centauri haben Forschende erstmals ein Objekt identifiziert, das die charakteristischen Eigenschaften eines Schwarzen Lochs aufweist. Die Beobachtung beruht auf kombinierten Daten des Hubble-Weltraumteleskops und des James-Webb-Weltraumteleskops, die gemeinsam eine hohe räumliche Auflösung und empfindliche Infrarotmessungen ermöglichten.
Das Team analysierte die Bewegungen von Sternen in der Nähe des vermuteten Objekts und bemerkte ungewöhnliche Geschwindigkeitsanomalien, die auf eine kompakte, schwergewichtige Masse hinweisen. Zusätzlich zeigten die Infrarotsignaturen eine fehlende Lichtemission, die typisch für ein Schwarzes Loch ist, das kein eigenes Licht abgibt, sondern seine Umgebung gravitationell beeinflusst.
- Hubble lieferte präzise Positionen und eigene Bewegungen der Sterne im sichtbaren Lichtbereich.
- James Webb ergänzte die Daten mit tiefen Infrarotaufnahmen, die kühle Staubscheiben und mögliche Akkretionseffekte aufzeigten.
Die Entdeckung bestätigt theoretische Modelle, die vorausgesagt hatten, dass massige Kugelsternhaufen wie Omega Centauri zahlreiche Schwarze Löcher beherbergen könnten. Weitere Beobachtungen sind geplant, um die Masse und den Spin des Objekts genauer zu bestimmen und um ähnliche Kandidaten im gesamten Haufen zu suchen.