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Umflug über den Schiaparelli-Krater mit Mars Express

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Umflug über den Schiaparelli-Krater mit Mars Express
KI-generierte Illustration
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell auf Basis öffentlicher Quellen aufbereitet.

Die European Space Agency hat ein neues Video veröffentlicht, das die Mars Express-Sonde bei einem Flug um den Schiaparelli-Krater zeigt. Der Krater befindet sich auf der südlichen Hemisphäre des Mars und misst etwa 460 Kilometer im Durchmesser.

Trotz seiner imposanten Größe erscheint das Becken vergleichsweise flach. Wissenschaftler vermuten, dass es im Verlauf von mehreren Milliarden Jahren mit Sedimenten aufgefüllt wurde, die entweder vom Wind getragen, durch Wasser abgelagert oder von Lava ausgegossen wurden – möglicherweise eine Kombination aller drei Prozesse.

Der Krater trägt den Namen des italienischen Astronomen Giovanni Schiaparelli, der im Jahr 1877 während einer großen Opposition des Mars erstmals detaillierte Beobachtungen machte. Er interpretierte dunkle Linien auf der Oberfläche als natürliche Wasserkanäle und bezeichnete sie mit dem italienischen Begriff „canali“. Später führte die Übersetzung ins Englische zu dem Missverständnis, es handele sich um künstliche Kanäle, was Spekulationen über intelligente Marsbewohner auslöste.

Heute weiß man, dass diese Linien optische Täuschungen waren, verursacht durch die begrenzte Auflösung der Teleskope seiner Zeit. Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass Wasser einst im Gebiet des Schiaparelli-Kraters vorhanden war, vielleicht in Form eines Sees. Der Krater fand auch Eingang in die Popkultur als Zielort des Astronauten Mark Watney im Roman „Der Marsianer“ von Andy Weir.

Das Video entstand aus Daten der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord von Mars Express. Die Bilder wurden zu einem Mosaik kombiniert, wobei ein digitales Geländemodell die Topografie liefert. Für jede Sekunde des Films werden 50 Einzelbilder gerendert, wobei die Vertikale um den Faktor drei übertrieben wird, um die Reliefstruktur stärker hervorzuheben. Atmosphärische Effekte wie Nebel wurden hinzugefügt, um die Grenzen des Geländemodells zu kaschieren; der Nebel setzt bei einer Entfernung von etwa 250 Kilometern ein.

Die HRSC-Kamera wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben. Die systematische Datenverarbeitung erfolgte am DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin-Adlershof. Das Arbeitsgruppe für Planetologie und Fernerkundung der Freien Universität Berlin nutzte die Daten, um den Film zu produzieren.

Häufige Fragen

Wie entstand das Video?

Es basiert auf HRSC‑Bildern von Mars Express, die zu einem Mosaik kombiniert und mit Geländedaten sowie atmosphärischen Effekten verarbeitet wurden.

Warum dachte man früher an Kanäle auf dem Mars?

Giovanni Schiaparelli beobachtete dunkle Linien und nannte sie „canali“; die falsche Übersetzung ins Englische führte zur Annahme künstlicher Kanäle.

Gibt es heute Wasser im Schiaparelli‑Krater?

Derzeit ist kein flüssiges Wasser bekannt, aber es gibt Hinweise darauf, dass Wasser in der Vergangenheit vorhanden war.