Zwischen Biosignatur und Intelligenz
Die Erforschung außerirdischen Lebens ist traditionell in zwei Richtungen unterteilt. Während die eine Seite nach Hinweisen für biologische Aktivität sucht, konzentriert sich die andere auf Spuren von vernunftbegabten Wesen. Dazwischen klafft jedoch ein weites Feld, das bislang kaum beachtet wurde.
Julia DeMarines, eine Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Astrobiologie, weist in einem neuen Beitrag darauf hin, dass der Übergang von den ersten lebenden Einzellern bis zur Entwicklung einer funktechnisch aktiven Gesellschaft etwa 3,5 Milliarden Jahre dauerte. Die Möglichkeit, Lebensformen in diesem langen Zwischenstadium nachzuweisen, ist ein bisher wenig erforschter Aspekt der Disziplin.
Neuer Ansatz in vorläufiger Veröffentlichung
Der Aufsatz mit dem Titel „Signs and Signatures of Intelligence“ liegt derzeit als Vorabdruck auf dem Server arXiv vor. Darin wird das Konzept diskutiert, wie Anzeichen mittlerer Entwicklungsstufen von Leben systematisch erfasst werden könnten, statt nur nach Bakterien oder schon nach Radiowellen zu fahnden.
- Unterscheidung zwischen biologischen und intelligenten Signalen
- Zeitraum von 3,5 Milliarden Jahren als Modell
- arXiv als Plattform für das Preprint-Paper
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Astrobiologie ihr Instrumentarium erweitern müsste, um auch jene Epochen zu erfassen, in denen Leben zwar vorhanden, aber noch nicht nachweislich technologisch ist.