Das Hubble-Weltraumteleskop hat erneut gezeigt, dass es selbst die entferntesten und ältesten Objekte des Universums erfassen kann. In einer aktuellen Beobachtung gelang es Forschenden, Ultraviolettlicht von einer Galaxie zu messen, deren Licht uns erst nach einer Reise von mehr als 13 Milliarden Jahren erreicht.
Die betreffende Galaxie existierte laut den Daten etwa 1,4 Milliarden Jahre nach dem Urknall, also zu einer Zeit, als das Universum noch sehr jung war. Das nachgewiesene UV-Licht stammt von jungen, heißen Sternen, die in dieser frühen Phase intensiv strahlen.
Für das Forschungsteam war die Entdeckung überraschend, weil Modelle der Galaxienentwicklung vorhergesagt hatten, dass derartige Systeme zu diesem frühen Zeitpunkt eher schwach und kaum im ultravioletten Spektrum nachweisbar wären. Die Beobachtung legt nahe, dass die Sternentstehung in manchen Regionen des jungen Universums effizienter verlief als bisher angenommen.
Weitere Untersuchungen mit leistungsfähigeren Observatorien könnten helfen, die physikalischen Bedingungen in solchen frühen Galaxien genauer zu bestimmen und unser Verständnis der kosmischen Reionisation zu verfeinern.