Das Hubble-Weltraumteleskop hat ein ungewöhnliches Phänomen in einer fernen, schwach leuchtenden Irregulargalaxie aufgezeichnet. In hochauflösenden Aufnahmen zeigt sich ein dichtes Bündel junger Sterne, das sich von der ansonsten diffusen Struktur der Galaxie abhebt.
Die Galaxie, deren genaue Entfernung noch nicht abschließend bestimmt ist, liegt mehrere hundert Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Trotz ihrer geringen Helligkeit ermöglicht die hohe Auflösung von Hubble die Identifikation einzelner Sternhaufen, die in anderen Beobachtungen unsichtbar bleiben würden.
Wissenschaftler vermuten, dass die Sternentstehung in diesem Bereich durch lokale Gasansammlungen ausgelöst wurde, die sich trotz der irregulären Form der Galaxie zu dichten Sternenklumpen verdichtet haben. Solche Aktivitäten sind in Irregulargalaxien zwar nicht ungewöhnlich, doch die beobachtete Konzentration ist bemerkenswert.
- Hubble liefert Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 0,05 Bogensekunden.
- Die betroffene Region enthält mehrere tausend junge Sterne.
- Die Sternentstehungsrate liegt über dem durchschnittlichen Wert für vergleichbare Galaxien.
Weitere Untersuchungen mit dem James‑Webb‑Weltraumteleskop sind geplant, um die chemische Zusammensetzung des Sternenbestsands und die Dynamik des umgebenden Gases genauer zu analysieren. Die Ergebnisse könnten Aufschluss darüber geben, wie Sternentstehung in kleinen, unregelmäßigen Galaxien abläuft.