Unerwartete UV‑Emission aus einer frühen Galaxie
Forscher, die das Hubble-Weltraumteleskop der NASA einsetzen, haben ultraviolettes Licht aus einer Galaxie nachgewiesen, die nur 1,4 Milliarden Jahre nach dem Urknall existierte. Diese Strahlung stammt von dicht beieinander liegenden jungen Sternen, die energiereiche Photonen erzeugen.
Einfluss auf das umgebende Gas
Die ionisierende Strahlung dieser Sterne ist stark genug, um das zuvor undurchsichtige, neutrale Wasserstoffgas in und um die Galaxie zu durchdringen und zu ionisieren. Dadurch entsteht ein klareres Sichtfeld, das sonst von einem dichten Wasserstoffnebel verdeckt wäre.
Bedeutung für die kosmische Aufklärung
Die Beobachtungen deuten darauf hin, dass vergleichbare, kompakte Sternentstehungsgebiete in der frühen Phase des Universums maßgeblich zur Auflösung des neutralen Wasserstoffnebels beigetragen haben könnten. Dieser Prozess wäre ein entscheidender Schritt zur Entstehung des durchsichtigen Universums, das wir heute beobachten.
Weitere Untersuchungen geplant
Das Team plant, weitere hochauflösende Aufnahmen mit Hubble sowie ergänzende Daten von anderen Observatorien zu analysieren, um die Häufigkeit solcher UV‑strahlenden Galaxien zu bestimmen und ihre Rolle im Reionisationsprozess genauer zu quantifizieren.