Hubble beobachtet einzigartige Helium-Nova in der Milchstraße
Astronomen haben mit dem Hubble-Weltraumteleskop die einzige bekannte Helium-Nova unserer Galaxie untersucht und festgestellt, dass sie hochgeschwindige Teilchen ausstößt, die wie kosmische Geschosse durch die Milchstraße rasen.
Die Beobachtungen zeigen, dass das Ausbruchsgas Temperaturen von mehreren Millionen Grad erreicht und dabei Helium reichlich vorhanden ist. Diese Bedingungen führen zu einer Explosion, die nicht wie bei klassischen Noven Wasserstoff fusioniert, sondern Helium verbrennt.
Die entstehenden Teilchen erreichen Geschwindigkeiten von etwa 20 Millionen Meilen pro Stunde, was etwa 32 Millionen Kilometer pro Stunde entspricht. Damit gehören sie zu den schnellsten frei beweglichen Objekten, die in unserer Galaxie nachgewiesen wurden.
Solche schnellen Auswürfe können interstellares Material aufwirbeln und die chemische Anreicherung des interstellaren Mediums beeinflussen. Sie bieten zudem ein natürliches Labor, um Prozesse zu studieren, die auch bei Supernovae auftreten, albeit in kleinerem Maßstab.
Die Forscher betonen, dass die Entdeckung hilft, das Verständnis von seltenen Explosionsarten zu vertiefen und zukünftige Beobachtungen mit anderen Observatorien zu planen, um ähnliche Objekte elsewhere zu finden.
- Die Helium-Nova ist das einzige bekannte Objekt dieser Art in der Milchstraße.
- Ausgeschleuderte Teilchen bewegen sich mit rund 20 Millionen Meilen pro Stunde.
- Die Beobachtungen liefern wichtige Daten über Nucleosynthese in Helium-reichen Explosionen.