Häufige Einschläge verhinderten feste Kruste
Neue geophysikalische Modelle zeigen, dass die Erde im Hadaikum einer intensiven Schockwelle von Asteroideneinschlägen ausgesetzt war. Die dabei freigesetzte Energie drang tief in den Mantel ein und erhöhte die Temperatur der Oberfläche deutlich.
Zusätzliche Wärme durch radioaktive Elemente
Parallel zu den Einschlägen wirkte die Wärme, die durch den Zerfall radioaktiver Isotope entsteht, als zusätzlicher Faktor. Die Kombination aus externer Aufprallenergie und interner radiogener Heizung hielt das Planetensystem über mehrere Hundert Millionen Jahre in einem geschmolzenen Zustand.
Folgen für die Kontinentbildung
Unter diesen Bedingungen konnte sich kein dicker, stabiler Krustenmantel ausbilden, der für die spätere Kontinententwicklung nötig ist. Stattdessen blieb die Oberfläche flüssig oder nur dünn verfestigt, was die Bildung größerer Landmassen stark verzögerte.
Implikationen für die frühe Erdgeschichte
Die Ergebnisse erklären, warum die ersten Kontinente erst nach dem Hadaikum entstanden und geben Aufschluss darüber, wie häufige extraterrestrische Ereignisse die geologische Evolution junger Planeten beeinflussen können.