Roboter auf dem Weg zu fernen Sternen
Seit den 1970er‑Jahren haben die USA mehrere unbemannte Raumfahrzeuge mit Fluchtgeschwindigkeit aus dem Sonnensystem gestartet. Pioneer 10 und 11, die Voyager‑Sonden 1 und 2 sowie die New‑Horizons‑Mission verlassen allmählich die Sonnenumlaufbahn und könnten eines Tages ein anderes Sternensystem erreichen. Obwohl diese Sonden nach vielen Jahrzehnten nicht mehr funktionsfähig sein werden, zeigen sie, dass eine technologische Zivilisation interstellare Flugobjekte herstellen kann.
Die Frage nach fremden Sonden
Die Möglichkeit, dass eine andere Zivilisation eigene Sonden in unser Sonnensystem geschickt hat, wird in einer kürzlich veröffentlichten Arbeit diskutiert. Der Astronom T. Joseph W. Lazio betont, dass bislang keinerlei systematische Suche nach solchen Objekten stattgefunden hat. Ohne gezielte Beobachtungen könnten potenzielle außerirdische Artefakte unbemerkt bleiben.
Technologische Lücken
Lazio weist darauf hin, dass die derzeitigen Teleskope und Radar‑Systeme nicht ausreichend sensitiv sind, um kleine, möglicherweise ruhende Objekte im äußeren Sonnensystem zu identifizieren. Er fordert den Ausbau von Infrarot‑ und Radiowellen‑Detektoren sowie die Entwicklung neuer Analyseverfahren, um auch schwache Signale zu erfassen.
Ausblick
Die Studie schließt, dass ein umfassendes Suchprogramm erst dann realisierbar ist, wenn die Messgenauigkeit um ein Vielfaches verbessert wird. Nur so könne die Wissenschaft prüfen, ob wir allein im interstellaren Raum unterwegs sind oder bereits fremde Besucher in unserem kosmischen Garten haben.