Stromabfall an einem Gelenk des kanadischen Roboters
Am 27. Mai bemerkten die Flugkontrolleure des Johnson Space Center in Houston, dass eines der sieben Gelenke des kanadisch konstruierten Robotergreifarms an der Internationalen Raumstation (ISS) mehr Strom aufnahm als üblich und nicht die erwartete Bewegung ausführte.
Die Anomalie wurde sofort an die Besatzung weitergeleitet, die daraufhin eine Reihe von Diagnose‑ und Wartungsmaßnahmen einleitete. Die betroffenen Astronauten führten eine „Operation“ durch, bei der sie das fehlerhafte Gelenk mithilfe von Handgriffen und Ersatzkomponenten stabilisierten.
Der Roboterarm, ein zentrales Werkzeug für Montage‑ und Wartungsarbeiten außerhalb der Module, ist für die Durchführung von Außenbordeinsätzen unverzichtbar. Das Team nutzte vorhandene Ersatzteile und die Möglichkeit, das System im laufenden Betrieb zu überwachen, um die Stromaufnahme zu normalisieren.
Nach Abschluss der Arbeiten bestätigte das Kontrollzentrum, dass das Gelenk wieder innerhalb der vorgegebenen Parameter arbeitet. Die Besatzung setzte den regulären Einsatz des Arms fort, um geplante Außenbordeinsätze und wissenschaftliche Experimente fortzuführen.
Die Vorfälle zeigen, wie wichtig kontinuierliche Überwachung und schnelle Reaktionsfähigkeit bei komplexen Raumfahrtsystemen sind. Weitere Analysen sollen klären, ob das Problem ein Einzelfall war oder auf langfristige Alterungsprozesse des Geräts hindeutet.