Erster Flug des wiederverwendbaren Trägers
Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA hat am Samstag einen experimentellen, wiederverwendbaren Trägerraketenprototypen gestartet und anschließend sicher zur Erde zurückgebracht. Der Flug dauerte wenige Minuten, wobei das Fahrzeug nach dem Erstflug in einer definierten Landezone auf dem Festland aufsetzte.
Der Test demonstrierte die grundlegende Funktionsfähigkeit von Aufstieg, Abbremsung und vertikaler Landung – zentrale Technologien, die in den letzten Jahren vor allem von privaten Unternehmen wie SpaceX weiterentwickelt wurden. Ziel ist es, die Kosten pro Start durch Wiederverwendung von Hauptkomponenten zu reduzieren.
JAXA plant, das System in den kommenden Monaten weiter zu verfeinern und mehrere Wiederholungsflüge durchzuführen. Die gewonnenen Daten sollen Aufschluss über die Belastungen beim Wiedereintritt, die Steuerungssoftware und die Brennstoffeffizienz geben.
Strategische Bedeutung für Japan
Mit dem Projekt will Japan seine Position im internationalen Raumfahrtmarkt stärken, der derzeit von wenigen Akteuren dominiert wird. Ein eigenständiges Wiederverwendungssystem könnte die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Satellitenstarts erhöhen und neue Geschäftsfelder im Bereich kleiner bis mittlerer Nutzlasten erschließen.
Die Regierung unterstützt das Vorhaben mit zusätzlichen Fördermitteln und sieht in der Technologie eine Möglichkeit, die nationale Industrie zu modernisieren und Arbeitsplätze im High‑Tech‑Sektor zu sichern.