Planeten entstehen aus Scheiben aus Gas und Staub, die junge Sterne umgeben. Doch das Gas, das für das Wachstum der Planeten nötig ist, steht nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung.
Beobachtungen mit dem James Webb Space Telescope
Das Weltraumteleskop hat Infrarotsignale von mehreren protoplanetaren Scheiben aufgefangen. Dabei konnten Ströme von kaltem Gas nachgewiesen werden, die von der Scheibe nach außen drängen. Die Daten zeigen, dass das Gas nicht gleichmäßig verdunstet, sondern in strukturierten Ausströmungen verschwindet.
Bedeutung für die Planetentstehung
Die beobachteten Gasflüsse deuten darauf hin, dass das verfügbare Material schneller abnimmt als in früheren Modellen angenommen. Dadurch haben wachsende Planeten weniger Zeit, Kernen zu bilden und Gas aufzunehmen. Besonders bei massereichen Planeten könnte dies die Endmasse limitieren.
Ausblick
Künftige Beobachtungen sollen die Ausströmungen genauer kartieren und deren Abhängigkeit vom Sternalter untersuchen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, theoretische Modelle der Planetbildung zu verfeinern und die Vielfalt beobachteter Exoplaneten besser zu erklären.