Astronomie & Universum

Langeperiodische Radiosignale stammen aus Kataklysmischen Veränderlichen

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Langeperiodische Radiosignale stammen aus Kataklysmischen Veränderlichen
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Entdeckung langerperiodischer Radiosignale

Langeperiodische Radio Transients (LPTs) sind Himmelsobjekte, die wiederholbare Radiopulse und gleichzeitig Röntgenemissionen aussenden. Diese Signale sind stark gepolarisiert und weisen eine kohärente Struktur auf, die an die Emission von Pulsaren erinnert, jedoch mit deutlich längeren Perioden.

Seit ihrer ersten Detektion herrschte Uneinigkeit darüber, welche astrophysikalischen Objekte für diese Phänomene verantwortlich sein könnten. Vorschläge rechneten von exotischen Neutronensternen bis hin zu ungewöhnlichen Akkretionssystemen, doch ein eindeutiger Konsens fehlte.

Ein internationales Team hat nun anhand von Multiwellenlängen-Beobachtungen nachgewiesen, dass mindestens ein LPT-Quelle in einem Kataklysmischen Veränderlichen angesiedelt ist. Dabei handelt es sich um ein enges Doppelsternsystem, bei dem ein Weißer Zwerg Materie von seinem Roten Zwerg-Begleiter accretiert.

Die beobachteten Radio- und Röntgenflares zeigen Eigenschaften, die durch die dynamische Wechselwirkung im Akkretionsdiskus und mögliche Magnetfelderklärung erklärt werden können. Die Polarisation weist auf ein stark magnetisiertes Umfeld hin, das typisch für solche Wechselwirkungen ist.

Diese Erkenntnis erweitert unser Verständnis der Vielfalt kompakter Doppelsterne und bietet einen neuen Ansatzpunkt, um die Entstehung ähnlicher transientsignale zu modellieren. Zukünftige Beobachtungen mit radioteleskopischen Arrays und Röntgensatelliten sollen weitere LPTs untersuchen, um zu prüfen, ob auch andere Quellen ähnliche Systeme zugrunde liegen.