Neue Anwendungsidee für LISA
Die Laser Interferometer Space Antenna (LISA) ist primär für die Beobachtung von Gravitationswellen konzipiert. Ein Forschungsteam untersucht nun, ob dieselbe Technologie zur Messung der Masse von Asteroiden genutzt werden kann.
Herausforderung bei der Massenbestimmung
Die Masse eines Asteroiden lässt sich nur schwer exakt bestimmen, obwohl sie entscheidend für die Bewertung von Einschlagrisiken und potenziellen Rohstoffvorkommen ist. Bisher beruhen Schätzungen meist auf optischen Beobachtungen und Annahmen zur Dichte, die aus dem spektralen Fingerabdruck des Objekts abgeleitet werden.
Wie LISA helfen könnte
LISA besteht aus drei Raumsonden, die im Abstand von mehreren Millionen Kilometern ein Dreieck bilden und Laserstrahlen austauschen. Durch die Messung winziger Änderungen der Abstände kann das System Gravitationswellen nachweisen. Wissenschaftler vermuten, dass dieselben Präzisionsmessungen auch die Gravitationswirkung eines nahen Asteroiden auf die Raumsonden erfassen könnten, wodurch eine direkte Massenbestimmung möglich wäre.
Potenzielle Vorteile
- Unabhängige Messung ohne Annahmen zur Dichte
- Ermöglichung genauerer Risikoabschätzungen für potenzielle Einschläge
- Verbesserte Datenbasis für zukünftige Rohstoffgewinnung im Weltraum
Nächste Schritte
Das Team plant Simulationen, um die Empfindlichkeit von LISA gegenüber Asteroiden verschiedener Größen und Entfernungen zu prüfen. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, könnte die Mission bereits während ihres regulären Betriebs zusätzliche wissenschaftliche Daten liefern.