Erkundung des Asteroiden Donaldjohanson
Im Rahmen ihres Vorbeiflugs im vergangenen Jahr hat die NASA‑Raumsonde Lucy den Asteroiden Donaldjohanson eingehend untersucht. Die Messungen zeigen, dass das Objekt keine runde Form besitzt, sondern vielmehr einer erdnussähnlichen Gestalt mit ausgeprägten Ausbuchtungen entspricht.
Ungewöhnliche Rotationsbewegung
Die Daten belegen, dass der Asteroid nicht nur eine unregelmäßige Form hat, sondern auch um mehrere Achsen gleichzeitig taumelt. Dieses komplexe Rotationsverhalten wird als „Wobbling“ bezeichnet und weist darauf hin, dass das Objekt in seiner Geschichte starken äußeren Einflüssen ausgesetzt war.
Entstehungsgeschichte
Vor etwa 155 Millionen Jahren soll ein heftiger Zusammenstoß im Asteroidengürtel zahlreiche Trümmer erzeugt haben. Aus diesen Fragmenten bildete sich später Donaldjohanson, wobei die Kollision und das anschließende Zusammenklumpen die heutige Form prägten.
Aktivität im kurzen Leben
Trotz seiner geringen Größe hat der Asteroid bereits mehrere Phasen intensiver Aktivität durchlaufen. Dazu gehören mögliche Einschläge kleinerer Körper sowie thermische Spannungen, die das Taumeln begünstigen könnten.
Bedeutung für die Planetologie
Die Erkenntnisse von Lucy liefern wertvolle Hinweise darauf, wie kleinste Himmelskörper im Sonnensystem geformt werden und sich im Laufe der Zeit verändern. Das Verständnis solcher Prozesse ist entscheidend für die Bewertung von potenziellen Bedrohungen durch erdnahe Objekte.