Ausdehnung einer Sonnenwolke beobachtet
Ein internationales Team um Physiker der University of Iowa hat die Größe einer magnetischen Wolke, die aus einer gewaltigen solaren Gasexplosion hervorging, während ihrer Reise zur Erde gemessen. Die Messungen stammen von zwei Raumsonden, die sich zufällig an unterschiedlichen Punkten im Weltraum befanden.
Die Wolke legte etwa 21 Millionen Kilometer zurück, bevor sie die Erdatmosphäre erreichte. In diesem Abstand wuchs ihr Durchmesser um rund 20 % gegenüber dem Ausgangszustand. Die Forscher bezeichnen dieses Phänomen als „Superexpansion“, weil die Volumenvergrößerung mit einer Erwärmung des Plasmas im Inneren der Wolke einherging.
Die Daten zeigen, dass das Plasma innerhalb der expandierenden Struktur stark aufheizte, was die magnetischen Feldlinien weiter auseinandertrieb. Diese Wechselwirkung zwischen thermischer Energie und Magnetfeld hat bislang nur selten in solaren Ereignissen dieser Größenordnung dokumentiert werden können.
- Messungen erfolgten mit zwei unabhängigen Raumsonden.
- Die Wolke vergrößerte sich um ein Fünftel über 21 Millionen Kilometer.
- Erhöhte Plasmatemperatur begleitete die Expansion.
Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für das Verständnis von Weltraumwetter und dessen potenziellen Einfluss auf Satelliten und Stromnetze auf der Erde.