Der Start von Mariner 2
Am 27. August 1962 hob die NASA die Raumsonde Mariner 2 vom Startkomplex 12 bei Cape Canaveral ab. Das Fahrzeug wurde von einer Atlas‑Agena‑Trägerrakete getragen und sollte als erste Sonde einen anderen Planeten erreichen.
Das Hauptziel bestand darin, Venus während eines Vorbeiflugs zu untersuchen und dabei Daten über die Atmosphäre, das Magnetfeld und den Sonnenwind zu sammeln. Nach einem Flug von etwa 109 Tagen erreichte die Sonde am 14. Dezember 1962 ihren nächsten Punkt zur Venusoberfläche auf einer Distanz von rund 34.000 Kilometern.
Während des Vorbeiflugs messen die Instrumente die Temperatur und Dichte der oberen Venusatmosphäre sowie die Verteilung geladener Teilchen im interplanetaren Raum. Die Messungen zeigten, dass Venus keine signifikante Magnetosphäre besitzt und dass ihre Atmosphäre überwiegend aus Kohlendioxid besteht, was zu einer starken Treibhauswirkung führt.
Der Erfolg von Mariner 2 bewies, dass interplanetare Missionen machbar sind und legte den Grundstein für nachfolgende Venus‑ und Marsmissionen der NASA. Die Daten halfen Wissenschaftlern, das Verständnis der planetaren Entwicklung zu vertiefen und lieferten wichtige Vergleichsdaten für die Erforschung der Erde.
Die Mission endete offiziell im Januar 1963, nachdem die Kommunikation mit der Sonde abgebrochen war. Mariner 2 bleibt ein Meilenstein der Raumfahrtgeschichte und wird oft als erster erfolgreicher planetarer Flyby zitiert.