Am 4. September 1962 vollzog die Mariner‑2‑Sonde das erste je dokumentierte Triebwerksmanöver im interplanetaren Raum. Die Korrektur erfolgte etwa halbwegs auf der Strecke von der Erde zur Venus und sollte kleine Abweichungen aus dem Start ausgleichen.
Technische Durchführung
Das Manöver wurde mit den kleinen Reaktionskontrolltriebwerken der Sonde ausgeführt. Es dauerte ungefähr zehn Sekunden und änderte die Geschwindigkeit um wenige Meter pro Sekunde. Die Triebwerke wurden über das Deep Space Network von der Jet Propulsion Laboratory gesteuert.
Die Kurskorrektur war notwendig, weil die Bahn nach dem Start leicht von der geplanten Trajektorie abwich. Ohne die Korrektur wäre Mariner 2 an Venus vorbeigeflogen oder gar den Planeten verfehlt.
Bedeutung für die Raumfahrt
- Es zeigte erstmals, dass Navigation und Kurskorrekturen im Weltraum möglich sind.
- Der Erfolg legte den Grundstein für alle späteren interplanetaren Missionen, die ähnliche Manöver benötigen.
- Die gewonnenen Daten halfen, die Atmosphäre und Oberfläche der Venus besser zu verstehen.
Heute ist das Verfahren Standard bei fast jeder tiefenraummission, von Marsrovers bis zu Außenplaneten‑Sonden.