Die NASA-Mission MAVEN (Mars Atmosphere and Volatile Evolution) hat seit ihrem Start im Jahr 2014 wertvolle Daten über die Ober atmosphere des Roten Planeten gesammelt. Kürzlich konnten Wissenschaftler einen wichtigen Baustein zum Verständnis bestimmter Mar auroren identifizieren.
Wie entstehen die Lichtphänomene?
Die Beobachtungen zeigen, dass die auroralen Emissionen entstehen, wenn geladene Teilchen des Sonnenwinds mit lokal verankerten Magnetfeldern in der Marsoberfläche interagieren. Diese Felder lenken die Teilchen entlang von Feldlinien, sodass sie in die obere Atmosphäre eintreten und dort Licht erzeugen.
Vergleich zu den Erd‑Auroren
Auf der Erde läuft ein vergleichbarer Prozess ab: Der Sonnenwind trifft auf das globale Magnetosphärenfeld, beschleunigt Elektronen und Ionen, die entlang der Feldlinien zur Polarregion geleitet werden und dort die charakteristischen Polarlichter hervorrufen. Die Marsvariante arbeitet nach dem gleichen Prinzip, nur auf kleinerem Skalenniveau und mit einem fragmentierten Magnetfeld.
Bedeutung für die Marsforschung
Das neue Verständnis hilft, den Verlust von Atmosphärengasen zu quantifizieren, weil genau diese Teilchenwechselwirkungen auch zur Abreibung von Gasen führen können. Zudem liefert es Anhaltspunkte für zukünftige Missionen, die die Oberflächenbedingungen und das Klima des Mars genauer charakterisieren wollen.