Michael Foale erinnert sich an die Rettung der Raumstation Mir 1997
Am 25. Juni 1997 ereignete sich während eines Testmanövers mit dem russischen Raumfahrzeug Progress M-34 ein schwerer Aufprall auf das Modul Spektr der Raumstation Mir. Das Fahrzeug stieß beim Annäherungsversuch mit dem Modul zusammen, wodurch ein Leck im Druckbehälter entstand und die Solaranlagen teilweise beschädigt wurden.
Der damals an Bord befindliche US-amerikanische Astronaut Michael Foale erklärte im Interview, dass er die Schuld für das Ereignis auf sich genommen habe. Er betonte, dass die schnelle und koordinierte Reaktion der Besatzung entscheidend war, um eine weitere Gefährdung der Station zu vermeiden.
Nach dem Aufprall arbeiteten Foale, Kommandant Wassili Ziblijew und Flugingenieur Alexander Lasutkin daran, das Leck abzudichten, die Energieversorgung auf die verbliebenen Solarpaneele umzulegen und die Steuerung der Station wiederherzustellen. Durch das Abschalten beschädigter Module und den Einsatz von Notstrombatterien konnten sie den Druckverantwortlichen die Lage stabilisieren und die Weiterbetrieb der Mir sicherstellen.
Foale resümiert, dass das gegenseitige Vertrauen und die klare Aufgabenteilung innerhalb der Crew die Rettung ermöglicht hätten. Er sieht das Ereignis als wichtige Lehre für die Notfallplanung und das Training bei zukünftigen Langzeitmissionen im Weltraum.
Die Erfahrungen aus dem Vorfall führten zu Änderungen bei den Docking-Verfahren und einer intensiveren Überwachung von Annäherungsmanövern, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.