Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kollidierte ein marsgroßer Körper mit der jungen Erde. Der Aufprall schleuderte enorme Mengen an Gestein in die Erdumlaufbahn, wo sie sich zu einem Satelliten vereinigen konnten.
Simulationen und Ergebnisse
Ein Forschungsteam setzte hochauflösende hydrodynamische Modelle ein, um die Trümmerwolke nach dem Aufprall zu verfolgen. Die Berechnungen zeigen, dass innerhalb von weniger als fünf Stunden ein Großteil des Materials zu einem kohärenten Körper zusammenklumpte, der anschließend eine stabile Umlaufbahn um die Erde erreichte.
- Die Trümmer scheinen schnell abzukühlen und zu kondensieren.
- Der entstehende Körper weist eine ähnliche Zusammensetzung wie das irdische Mantelgestein auf.
- Keine signifikante Fraktion des Impaktkörpers bleibt im endgültigen Mond erhalten.
Diese schnelle Bildungszeit erklärt, warum Erde und Mond nahezu identische isotopische Signaturen aufweisen, ohne dass eine umfangreiche Vermischung erforderlich wäre. Weitere Studien sollen die Einflussfaktoren wie Impaktwinkel und Geschwindigkeit genauer quantifizieren.