Himmelsschauspiel vor Sonnenaufgang
Am Morgen des 11. Juli bieten sich Beobachtern in den frühen Stunden vor dem Sonnenaufgang eine Reihe auffälliger Himmelsobjekte. Ein dünner Mondsichel wird in dieser Konstellation besonders gut sichtbar sein und sich nahtlos in eine Gruppe weiterer Himmelskörper einfügen. Der Planet Mars, deutlich als rötlicher Punkt erkennbar, steht dabei in unmittelbarer Nähe zum hellsten Stern im Sternbild Stier, Aldebaran. Beide Objekte bilden zusammen mit dem Mond eine markante Dreiecksformation am östlichen Horizont.
Weitere Highlights am Himmel
Zusätzlich zu dieser Hauptkonstellation lassen sich in derselben Himmelsregion auch zwei offene Sternhaufen beobachten, die mit bloßem Auge als verschwommene Flecken erscheinen. Der Plejadenhaufen (M45) ist dabei besonders gut zu erkennen, während der Hyadenhaufen, ebenfalls im Stier gelegen, durch seine V-Form auffällt. Beide Sternhaufen zählen zu den bekanntesten und am besten untersuchten Gruppen ihrer Art am nächtlichen Himmel.
Beobachtungstipps
- Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen etwa 04:30 und 06:00 Uhr Ortszeit.
- Eine klare Sicht nach Osten ist entscheidend – Hindernisse wie Berge oder Gebäude sollten vermieden werden.
- Ein Fernglas verbessert die Sichtbarkeit der Plejaden und Hyaden deutlich.
- Mars und Aldebaran lassen sich bereits ohne Hilfsmittel unterscheiden, da der Stern etwas gelblicher erscheint als der rotlich leuchtende Planet.
Für eine detaillierte Positionsbestimmung können kostenlose Himmelssoftware-Apps genutzt werden, die den aktuellen Sternenhimmel in Echtzeit anzeigen. Die Konstellation ist weltweit sichtbar, wobei die genaue Position am Horizont je nach Breitengrad leicht variiert.