Überblick
Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mond nur geringe Mengen an freiem Wasser besitzt. Neben dem möglichen Eis in dauerhaft schattierten Polarkratern befindet sich der überwiegende Teil des Wassers wahrscheinlich in tiefen Schichten des Mondinneren chemisch gebunden.
Beweise und Messungen
Analysen von Gesteinsproben der Apollo-Missionen sowie Daten von Orbiterinstrumenten wie dem Lunar Reconnaissance Orbiter zeigen erhöhte Konzentrationen von Hydroxyl und anderen wasserhaltigen Mineralien im Untergrund. Diese Signale lassen sich am besten durch Wasser erklären, das in Kristallgittern von Silikaten oder in Glas eingeschlossen ist.
Bedeutung für zukünftige Missionen
Wenn das Wasser tatsächlich im Inneren verankert ist, müsste es zunächst durch Erhitzen oder chemische Prozesse freigesetzt werden, bevor es für Lebenssupport oder Treibstoffproduktion genutzt werden kann. Dies erhöht den technischen Aufwand gegenüber der einfachen Gewinnung von Eis aus Oberflächenablagerungen.
Ausblick
Weitere Untersuchungen, etwa mit Bohrmissionen oder seismischen Studien, sollen die genaue Menge und Bindungsform des inneren Wassers bestimmen. Erst dann lässt sich abschätzen, wie groß das Potenzial des Mondes als Ressourcenquelle wirklich ist.