Reparatur des robotischen Arms im Fokus
Die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) bereitet sich auf einen geplanten Weltraumspaziergang vor, bei dem der zentrale robotische Arm, auch Canadarm2 genannt, wieder funktionsfähig gemacht werden soll. Der Außeneinsatz soll in den kommenden Tagen stattfinden und beinhaltet das Austauschen von defekten Gelenken sowie das Durchführen von Wartungsarbeiten an den elektrischen Verbindungen.
Gesundheit von Station und Anzügen im Blickpunkt
Gleichzeitig äußern technische Berater Bedenken hinsichtlich der langfristigen Belastbarkeit der ISS‑Struktur und der Raumanzüge, die für den Außeneinsatz genutzt werden. Durch die zunehmende Alterung der Station, die bereits über zwei Jahrzehnte im Orbit ist, steigen Risiken für Materialermüdung und Korrosion. Auch die Anzüge, die seit den frühen 2000er‑Jahren im Einsatz sind, zeigen Anzeichen von Verschleiß, was die Sicherheit von EVA‑Missionen (extravehicular activity) beeinträchtigen könnte.
Auswirkungen auf zukünftige Missionen
Die aktuelle Situation wird als Indikator für die Notwendigkeit regelmäßiger Instandhaltungsmaßnahmen betrachtet, um die ISS betriebsbereit zu halten, bis ein Nachfolger im Orbit etabliert ist. Experten betonen, dass die gesammelten Erkenntnisse aus dieser Reparatur und den begleitenden Risikoanalysen für kommende Langzeitmissionen, etwa Mond- und Marsprojekte, von Bedeutung sind.
Weiteres Vorgehen
Nach Abschluss des Weltraumspaziergangs werden die gesammelten Daten ausgewertet, um mögliche Schwachstellen im Design der Roboterarme und der Anzugssysteme zu identifizieren. Die NASA plant, in den kommenden Monaten zusätzliche Wartungsfenster zu öffnen und prüft gleichzeitig die Möglichkeit, modernere Anzugtechnologien zu integrieren.