NASA‑finanziertes Überwachungsnetzwerk liefert detaillierte Daten über Ruß in Addis Abeba
Ein von der NASA gefördertes Luftüberwachungsnetzwerk hat in Addis Abeba eine der bisher detailliertesten Langzeitbeobachtungen von schwarzem Kohlenstoff, auch Ruß genannt, ermöglicht. Die Messungen stammen von Stationen, die kontinuierlich Partikelkonzentrationen aufzeichnen und damit die Beiträge verschiedener Verbrennungsquellen erfassen.
Schwarzer Kohlenstoff entsteht bei unvollständiger Verbrennung von fossilen Brennstoffen, Biomasse und anderen Kohlenwasserstoffen. In der äthiopischen Hauptstadt stammen die Hauptquellen laut den ersten Auswertungen aus Dieselverkehr, Haushaltsfeuern und gelegentlichen Biomassebränden in der Umgebung.
Die Daten zeigen deutlich, wie die Belastung im Tagesverlauf schwankt: Morgen- und Abendspitzen stehen im Zusammenhang mit erhöhtem Verkehrsaufkommen, während nachmittags Werte tendenziell niedriger sind. Außerdem lassen sich jahreszeitliche Muster erkennen, wobei in der Trockenzeit höhere Konzentrationen beobachtet werden.
Diese detaillierten Erkenntnisse unterstützen Stadtplaner und Gesundheitsbehörden dabei, gezielte Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu entwickeln. Sie tragen außerdem zum besseren Verständnis der klimatischen Wirkung von Ruß bei, das sowohl lokale Luftqualität als auch globale Strahlungsbilanz beeinflusst.